NRW-Sportschule

Die Gesamtschule Lindenthal ist mit ihrem Start im Schuljahr 2019/2020 zur NRW-Sportschule ernannt worden und damit in den Kölner Verbund eingetreten.

Mit der Ernennung hat das Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes NRW der Gesamtschule Lindenthal die Aufgabe übertragen, im Verbundsystem Schule und Leistungssport talentierte junge Sportlerinnen und Sportler in ihren jeweiligen Sportarten zu fördern und ihnen gleichzeitig eine Chance auf einen bestmöglichen Schulabschluss zu bieten.

An der Gesamtschule Lindenthal gibt es in jeder Jahrgangsstufe eine Sportklasse. Voraussetzung für die Aufnahme in die Sportklasse ist ein bestandener sportmotorischer Eignungstest (MT1). Dieser wird nach der entsprechenden Anmeldung im Frühjahr von der Schule in Zusammenarbeit mit dem FOSS Institut durchgeführt. Die Ergebnisse des sportmotorischen Tests entscheiden neben den für Gesamtschulen existierenden Vorgaben für die Klassenzusammenstellung über die Aufnahme in die Sportklasse.

In der Sekundarstufe I erhalten die Schülerinnen und Schüler in den Sportklassen (Stufe 5-7) zwei Stunden (a 67,5 Minuten) Sportunterricht pro Woche, in denen die Sportlehrerin oder der Sportlehrer zusammen mit einer Athletiktrainerin oder einem Athletiktrainer den Sportunterricht leitet. Der Unterricht dient der athletischen Ausbildung der Schülerinnen und Schüler und basiert auf einem speziellen Curriculum des Landes NRW (Leitlinie für den Sportunterricht in NRW Sportschulen; Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes NRW).

Im Rahmen des AG-Blocks findet darüber hinaus eine weitere Stunde Sport die Woche statt. In diesen Stunden werden verschiedene Themenblöcke abgehandelt. Unser Ziel ist es dabei, Rahmenbedingungen zu schaffen, die es ermöglichen, dass viele Kinder an verschiedene Sportarten herangeführt und ihre konditionellen Fähigkeiten insgesamt gefördert werden. Mittel- bis langfristig sollen auf diese Weise mehr Kinder für den Nachwuchsleistungssport gewonnen werden.

In die Sportklasse der Jahrgangsstufe 8 werden nur die Sportschülerinnen und Sportschüler aufgenommen und als Sportschülerin und Sportschüler weiterhin besonders gefördert, die den zweiten sportmotorischen Test (MT2) bestanden haben. Dieser wird in Klasse 7 durchgeführt. Des Weiteren besteht die Möglichkeit, in der Oberstufe das Fach Sport auch als Leistungskurs zu wählen.

Ab der Jahrgangstufe 8 bis zur Jahrgangsstufe 13 erfolgt eine sportartbezogene Spezialisierung und Förderung, denn ab diesem Alter steigern sich die Trainingsumfänge und die Wettkämpfe enorm. Um ideale Voraussetzung für die Sportlerinnen und Sportler zu schaffen, wird versucht, die Trainingszeiten im Stundenplan zu berücksichtigen und individuelle Unterrichtsbefreiungen für Training und Wettkämpfe zu ermöglichen. Die verpassten Unterrichtsinhalte können falls möglich durch Kompensationsstunden mit den dazugehörigen Lernmaterialien aufgearbeitet werden.

Für die Freistellung vom Unterricht gelten die Regularien für Frühtraining und Freistellungen an der NRW-Sportschule.

Die Grundlage für das funktionierende System NRW-Sportschule Köln ist die enge Zusammenarbeit mit dem Sportinternat Köln und den zahlreichen Vereinen, wie z.B. dem 1.FC Köln, den Kölner Haien, dem Olympiastützpunkt Rheinland, Rot-Weiss Köln uvm.. Ein zusätzlicher Vorteil der Gesamtschule Lindenthal im Verbund der NRW-Sportschule ist die räumliche Nähe zum Sportinternat und zu den jeweiligen Sportstätten am Geißbockheim oder auch zum Sportpark Müngersdorf. Durch diesen Standortvorteil werden die Wege der Sportlerinnen und Sportler der Gesamtschule auf ein Minimum reduziert.

Durch diese enge Zusammenarbeit mit dem Sportinternat Köln und den Vereinen und den Schulen im Verbund werden optimale Bedingungen für die Vereinbarkeit von schulischer Ausbildung und Leistungssport für die Athletinnen und Athleten geschaffen.